Sony Cybershot DSC-T7

sony-cybershot-dsc-t7.jpgIm Familienbesitz befindet sich bereits eine voll-und hochwertige Kamera in Form der Sony DSC-H1, so dass mein Bruder diesmal auf der Suche nach einer Digital-Kamera war, die für den täglichen Gebrauch und Schnappschüsse geeignet ist. Die Vorgaben waren also klar: Der Apparat sollte handlich, klein, leicht zu bedienen, gut designt und nach dem Einschalten sehr schnell einsatzbereit sein, um die geforderten Schnappschüsse liefern zu können.

Im Fachgeschäft wurden die Sony DSC-T33 sowie die Exilim EX-Serie von Casio empfohlen, die beide annehmbare Aufnahmen liefern als auch den geäußerten Ansprüchen genügen sollten. Das war etwa Mitte März, just als die CeBit in Hannover stattfand. Während der vielen Fernsehübertragungen von dieser Computer- und Elektronikmesse fiel uns die Sony DSC T7 auf - der Nachfolger der von uns ins Auge gefassten T33. Meinem Bruder erschien sie sehr begehrenswert; und aufgrund der guten Erfahrungen die wir in der Vergangenheit mit Sony-Kameras gemacht hatten wurde sie nach ihrem Erscheinen im Fachgeschäft begutachtet. Erfreulicherweise erfüllte sie schon nach kurzem Test eindeutig die Erwartungen an Verarbeitung, Design und Handhabung. Ausschlaggebend waren natürlich auch die winzigen Dimensionen: An der dicksten Stelle war sie nur 15mm breit (mit Verschluss, ohne diesen nur 10mm)….

Gekauft wurde die DSC-T7 über das Unternehmen “Dynamism.com”, eine Internetseite, die sich auf den Verkauf von neuesten japanischen Produkten spezialisiert hat. Nur über diese Plattform war die Kamera in der von meinem Bruder gewünschten dunklen Farbe erhalten - in Deutschland war meines Wissens nach bis vor kurzem nur die reguläre silbrige Version erhältlich.
Ich kann allen Lesern “Dynamism.com” nur wärmstens ans Herz legen: Unglaublich guter Service, faire Preise und ein tolles Angebot an außergewöhnlichen Produkten; und die freundlichen Leute liefern euch auch Produkte, die sie nicht in ihrem Sortiment haben. Die Lieferzeit betrug nur 6 Tage…..

 

°°°° Allgemeines (der Lieferumfang) °°°°

-DSC-T7 Kamera
-Info-Lithiumionenakku (NP-FE1)
-Netzgerät
-32 MByte Wechselspeicherkarte
-USB-Anschlusskabel
-Audio/Video-Kabel
-USB-Dock
-Stativ-Adapter
-Memory-Stick-Duo-Adapter
-Trageschlaufe
-Kamerasoftware PIXELA Image Mixer VCD2 für Macintosh
-Kamerasoftware Picture Package V1.6 für Windows (98/2000/Me/XP)
-Kamerasoftware Cybershot Life
-USB-Gerätetreiber

 

°°°° Allgemeines (Eigenschaften, Leistungsmerkmale und Funktionen) °°°°

- 5,1 Mio. Pixel effektiv
- CCD-Typ: Super HAD CCD™
- Carl Zeiss® Vario-Tessar® Objektiv
- 6,35cm (2,5″) großes Hybrid-LCD mit 230.000 Bildpunkten
- Optischer 3fach-Zoom (38 - 114 mm), bis zu 12facher Smart Zoom, digitaler 6fach-Präzisionszoom
- F - Lichstärke des Objektives: 3,5-4,4
- Brennweite (f=) (mm): 6,3 - 19,0
- Brennweite (f=) (umgerechnet auf 35-mm-Kleinbild): 38-114
- 1cm Super-Makro (Lupenfunktion)
- eingebauter Blitz mit 4 verschiendenen Modi, Reduzierung des Rote-Augen-Effekts
- Einschaltzeit: 1,1 s, Auslöseverzögerung: 0,24 s, Verschlussverzögerung: 0,009 s
- Mit PictBridge kompatibel
- Video-Funktion (MPEG VX Fine mit Ton )
- USB 2.0 Anschluß
- Gewicht: : 136g
- Abmessungen (BxHxT): 91,7×60,2×14,7mm (Min. 9,8mm)

 

°°°° Design, Verarbeitung und das Gehäuse °°°°

Beeindruckendstes Merkmal der T7 ist ohne Frage ihr Äußeres. Angefangen bei ihrer Dimensionierung (91,7mm x 60,2mm x 14,7 mm), die schlicht und einfach atemberaubend ist. Lässt man die vertikal verschiebare Blende außen vor, ist die Kamera sogar weniger als 10mm dick.
Damit ist sie in ihren Abmessungen kaum größer als eine Kreditkarte (natürlich ein wenig dicker) und passt somit problemlos in jede Hemd-, Jacken-, Hosen- oder Handtasche.
Aber nicht allein die Kompaktheit ist ein Markenzeichen, auch der metallene Körper vermittelt einen sehr hochwertigen Eindruck. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten, die den glänzenden Stahllook nur vortäuschen, hält man hier wirklich ein Objekt komplett aus diesem mattierten, harten Material in den Händen.
Die Vorderseite ist frei von jeglichem Schnick-Schnack, sondern vollkommen glatt gefertigt; die Blende verdeckt das Objektiv, den Blitz und das Autofokus-Hilfslicht. Auf der Oberkante befinden sich der Auslöser, das Mikrofon und die Zoomtaste. Im Gegensatz zum Vorgänger T1 (mit der diese Kamera trotz allem sehr viel Ähnlichkeit besitzt) ist der Einschaltknopf auf die rechte Seite gewandert, ebenso die Batterieöffnung. Aufsehenerregend ist wie bei allen Modellen der T-Serie die Rückseite: Der dominierende 2,5 Zoll LCD-Bildschirm mit 230.400 Pixeln wird auf der linken Seite von einem Kameramodus-Schieberegler, der Menütaste sowie dem bekannten 5-Tasten-Navigatior umfasst. Auf der rechte, unteren Seite finden sich der Display-Knopf sowie die Lösch-/Bildgrößetaste. Die Unterseite beherbergt schließlich noch das Memory Stick Duo Memory Card-Fach sowie eine Anschlussmöglichkeit für den Standfuss-Adapter, der wiederum mit einem Stativ verbunden werden kann.

Erfreulich hierbei die perfekte Verarbeitung. Die Öffnungen für Batterie und Memory Stick schließen sauber an die restliche Hülle an und verschleißen auch nach mehrmonatiger Nutzung bei unserem Model nicht; dass trifft auch auf die Blende zu, die leicht auf-und zugleitet und keine Probleme bereitet.
Trotz der Metallhülle ist die Kamera mit 131 Gramm noch angenehm leicht.

 

°°°° Handhabung °°°°

Wie hält sich ein dermaßen kleines Gerät eigentlich in den Händen? Gibt es Probleme bei der Handhabung? Meine kleinen Frauenhände haben im Gegensatz zu denen meines Bruders keinerlei Schwierigkeiten mit der Bedienung der T7. Obwohl die Kamera ziemlich leicht ist, sollte man sich an die Haltung mit 2 Händen gewöhnen. Die linke Hand hält das Gerät fest, wobei mit dem Daumen die Menütasten bedient werden können; währenddessen liegt der Daumen der rechten Hand auf der Befestigung der Trageschlaufe auf und vermeidet so dass Berühren des LDC-Bildschirms. Mit dem Zeigefinger der rechten Hand kann der Auslöser, die Zoomtaste sowie den Ein-und Aus-Schalter. Zu Beginn wird es für Kompaktkameraneulinge natürlich Schwierigkeiten geben: Der Daumen landet auf dem Display, ein Finger verdeckt das Objektiv, die Kamera gleitet einem aufgrund ihre kleinen Dimensionierung aus den Händen…. All die ist natürlich folge der Miniaturisierung der DCS-T7 und ein Schwachpunkt bei der Handhabung - nach einigen Tagen hat man sich allerdings an die kompakten Ausmaße gewöhnt und hat keinerlei Schwierigkeiten mehr. Das Anlegen der Trageschlaufe empfehle ich an dieser Stelle trotzdem, insbesondere den Nutzern mit klobigen und ungeschickten Männerhänden….
Großes Lob geht an dieser Stelle an Ingenieure bei Sony für das umwerfende LCD-Display, das auch bei stärkster Sonneneinstrahlung gut ablesbar ist und einen optischen Sucher aufgrund seiner Größe tatsächlich unnötig macht. Fettige Fingerabdrücke bleiben erfreulicherweise kaum auf dem Glas haften.
Der verschiebbare Schutz vor der Linse isr gut zu handhaben und öffnet sich auch in Hosen-oder Handtaschen nicht zu leicht, so dass ein unabsichtliches Öffnen fast ausgeschlossen ist. Nach den Aufschieben ist die Kamera eingeschaltet. Eingige Schalter, insbesondere der Moduswahlschalter am oberen linken Rand, sind doch ein wenig zu klein geraten, so dass Personen mit dickeren Fingern Probleme mit diese fummeligen Tasten bekommen können. Mit ein wenig Übung ist aber auch das zu meistern. Loben möchte ich aber die klare Struktur sämtlicher Schalter und Knöpfe, deren Funktion sich sofort erschließt und die Bedienung ziemlich anspruchslos macht.
Als katastrophal möchte ich die umständliche Prozedur zum Laden der Batterie bezeichnen. Bei allen Vorgängern war es möglich, die Batterie dadurch aufzuladen, dass man die Kamera in die Docking-Station eingelegt hat. Das ist hier leider nicht der Fall. Um wieder volle Energie zu bekommen, muss die Batterie aus der T7 entnommen werden und in das Ladegerät eingelegt werden. Diese Vorgehen wird wohl durch die weitere Miniaturisierung erforderlich, ist dennoch sehr störend und lästig. Um dem vorzubeugen empfehle ich, sich mehrere Akkus zuzulegen, um nicht unterwegs mit den Adaptern herumhantieren zu müssen. Die Akkuleistung ist in etwa mit der anderer Kompaktkameras vergleichbar und liegt bei etwa 160 Aufnahmen/ 76 Minuten im Aufnahmemodus.
Sehr erfreulich ist die Einschaltzeit von nur 1 Sekunde, was diese Kamera zu einem nahezu idealen Kandidaten für Schnappschüsse macht.
Abschließend noch ein Wort zum Handbuch. In einer Vielzahl von Sprachen ausgeführt, lässt es kaum eine Frage offen und erläutert anschaulich die vielfältigen Funktionen. Mitgeliefert wird ein ausklappbares Infoblatt im Posterformat, dass die notwendigsten Schritte erklärt und einen schnellen Zugang in die Materie möglich macht. Ärgerlich ist allerdings die Tatsache, dass im eigentlich Handbuch im wieder auf dieses Faltblatt hingewiesen wird, so dass man in beiden Texten nach Informationen suchen muss. Das müsste man noch mal überarbeiten, liebe Sony-Mitarbeiter!

 

°°°° Bedienung und Funktionen °°°°

So viele Funktionen, so viele Einstellungsmöglichkeiten. Ich werde euch, liebe Leser, an dieser Stelle nur mit den wichtigsten Informationen versorgen, da dieser Bericht ansonsten wirklich aus den Fugen gerät.

Fangen wir mit den äußeren Navigationsinstrumenten an: Die Funktion sämtlicher Schalter und Knöpfe erschließt sich dem Nutzer sofort und macht die Bedienung kinderleicht.
-Über den Moduswahlschalter kann man zwischen dem normalen Aufnahmemodus, dem Videomodus sowie dem Bildbetrachtungsmodus (Playback) wählen.
-Die Zoomtaste lässt das Motiv in 30 Schritten nahezu stufenlos zoomen; allerdings dauert es 2,2 Sekungen um von der einen Seite des Zoomspektrums zum anderen zu kommen, was nicht gerade schnell ist.
-Die 5 Navigationstasten ermöglichen zum einen ein Navigieren in den Menüs, zum anderen haben sie auch eigentständige Funktionen. Durch ein Drücken wird beispielsweise das letzte Bild aufgerufen, der Makromodus (minimale Aufnahmeabstände von 8 cm) ausgewählt sowie der Selbstauslöser (10 Sekunden) eingeschaltet. Des weiteren lassen sich auf diese Weise alle Blitzmodi auswählen.
-Die Menütaste führt einen zunächst zu einer Vielzahl von Aufnahmemodi, die eine den gegenwärtigen Aufnahmesituation entsprechend optimale Einstellung liefert. Dazu gehören die Automatikeinstellung, wobei die Kamera selbstregelnd die richtigen Vorkehrungen trifft; weiterhin kommen die Programmautomatik sowie die Vergrößerungsglas-, Dämmerung-, Dämmerung Porträt-, Soft Snap-, Landschaft-, Schnee-, Strand-, High-Speed Shutter-, Feuerwerk- und Kerzenmodi hinzu. Beeindruckend ist hierbei besonders der Vergrößerungsglas-Modus, bei dem man bis auf 1 cm an das zu fotografierende Objekt heranrückken kann. Ist man nicht im automatischen Aufnahmemodus kann man eine Reihe von Einstellungen verändern. Dazu gehört die Lichtempfindlichkeit (64, 100, 200, or 400) , Kontrast, Sättigung, der Weißabgleich in fünf Voreinstellungen, Belichtungskorrektur, Bildqualiät und Bildeffekte wie Sepia, die man durch navigieren mit den 5 Navigationsschaltern (Pfeiltasten) erreichen kann. Dies verläuft relativ unproblematisch; jedoch ist es ein wenig mühsam, sich durch alle Menüs zu kämpfen, da der Bildschirmaufbau nach der Auswahl nicht so zügig wie gewünscht vonstatten geht.
-Nachdem man sich mit der rechten Auswahltaste durch diese Menüs gekämpft hat, erreicht man das Kamera-Setup, in dem man weitere vielfältige Einstellungsmöglichkeiten findet. Sprache, Datum, Dateiformate für die Videoausgabe, Rote-Augen-Effekt-Reduzierung, LCD-Helligkeit und vieles mehr lassen sich hier individuell regulieren.
-Der Autofocus arbeitet unglaublich schnell und ist fast sofort nach Einschalten der Kamera aktiv. Auch hier lassen sich in den oben erwähnten Menüs den jeweiligen Situation angemessene Änderungen durchführen, wie zum Beispiel die permanente Scharfstellung, Center AF, Spot AF (ganz kleiner Focuspunkt in der Mitte), und Multi AF, wobei bei letzter 5 Entfernungseinstellungen (0,5 m, 1 m, 3 m, 7 m und unendlich) auswählbar sind. Bei halbgedrücktem Auslöser kann so die Schärfe an einem Punkt gespeichert werden, während die Kamera an eine andere Position gelenkt wird. Der AF-Illuminator hilft der Kamera auch an dunklen Stellen die unmittelbare Umgebung ausreichend zu fokussieren.
- Eine eindrucksvolle Eigenschaft der T7 ist der Video-Modus. Mit diesem lassen sich Videos im MPEG-VX-Format (avi.) in Auflösungen von 640 x 480- oder 160 x 112- Pixel aufnehmen. Will man die höchste Aufnahmequalität mit 30 Bilder pro Sekunde verwenden, muss man allerdings den teuren Memory Stick PRO Duo verwenden, da nur diese Karte mit den Datenmengen zurecht kommt. Ansonst muss man mit nur 16 Bildern pro Sekunde vorlieb nehmen. Die Aufnahmequaliät ist überraschend hoch; allerdings reicht sie insbesondere hinsichtlich der Farbtreue nicht an selbstständige Videokameras heran - für kurze Spaßvideos reicht es aber.

Glückwunsch an Sony für ein durchdachtes Navigationssystem, insbesondere bei den Schaltern direkt an der Cybershot DSC-T7. Die Menüs hätte man vielleicht weniger kompliziert gestalten können; nach 3 Tagen intensiver Tests finde ich mich aber inzwischen sehr gut zurecht.

 

°°°° Die Aufnahmen/Bildqualität °°°°

Das ist wohl das wichtigste Kriterium bei einer Kamera. Und trotz der winzigen Dimensionen der Kamera und des verwendeten CCD-Sensors (2.592 x 1.944 Bildpunkte) überzeugt die DSC-T7 zunächst mit sehr guten Bildergebnissen. Da ich kein Profi für die Beurteilung der Bildqualiät einer Fotokamera bin werde ich nachfolgend einfach die Aspekte auflisten und bewerten, die mir persönlich wichtig erscheinen.

-Die Auflösung ist sehr befriedigend und weist sehr wenig Artefakte auf, die auch erst bei weiterer Vergrößerung auffallen. Wie so oft treten diese an kontrastreichen Stellen auf, was aber erfreulicherweise kaum zu bemerken ist.
-Sowohl die Farbwiedergabe als auch die Farbsättigung gehören zu einer der Stärken der T7. Die Farben werden sehr natürlich und neutral dargestellt. Einzig starke Rot-oder Grüntöne erscheinen ein wenig “übersättigt”; mit anderen schwierigen Motiven wie weißen Wolken vor einem strahlend blauen Himmel kommt sie Kamera dagegen sehr gut zurecht.
-Die automatische Belichtung liefert meist annehmbare Ergebnisse, die sich auch wenn nötig manuell der jeweiligen Situation anpassen lassen kann (-2 EV bis +2 EV). Ärgerlich ist eine Tendenz zum Überbelichten bei sehr hellen Flächen insbesondere bei Außenaufnahmen. Ein weißes Hemd strahlt da schon mal wie in der besten Waschmittelwerbung….. ;-) ) Weitere Probleme gibt es in dunkleren Innenräumen, die oft eine zu lange Belichtungszeit benötigen. Ansonsten treten allerdings kaum Schwierigkeiten auf; Gegenlichsituation werden sehr gut und ohne Bildstörungen dargestellt.
-Ärgerlich ist dagegen das ziemlich oft auftretende Bildrauschen. Insbesondere bei einer höheren Lichtempfindlichkeit (ab ISO 200) wird das Bild grobkörniger und für größere Ausdrucke ungeeignet. Die automatische Rauschunterdrückung scheint also nicht optimal zu funktionieren. Auffällig wird dieses Problem bei dunkleren Motiven, bei denen das Signal verstärkt werden muss. Anmerken muss ich aber, dass für die üblichen Dimensionen eines Photos das Bildrauschen nur eine untergeordnete Rolle spielt. Erst bei Postergröße fällt es auf.
-Nachtaufnahmen sind ebenfalls nicht die Stärke der DSC-T7. Der Blitz reicht maximal bis in 3 Meter Entfernung und ist damit wirklich nur für die nächste Umgebung geeignet. Eine maximale Belichtungszeit von 1 Sekunde sind ebenfalls der Qualität abträglich; 2 Sekunden bei aktivierten “Nacht”-Modi erzwingen eine Lichtempfindlichkeit von ISO 64). Wer wirklich viel und oft in der Dunkelheit photografieren möchte, sollte sich die Anschaffung noch einmal genau überlegen.

Als großes Problem erweist sich weiterhin die Gefahr des Verwackelns der Bilder. Hält man die Kamera im Augenblick des Auslösens nicht wirklich absolut ruhig in den Händen, ist fast jedes Bild verschwommen und unscharf. Dies bestrifft insbesondere Aufnahmen bei weniger optimalen Lichtverhältnissen und damit längeren Belichtungszeiten. Wahrscheinlich ist das ein generelles und kaum lösbares Problem bei derart kompakte und leichten Apparaten; einen Bildstabilisator wünsche ich mir in einem zukünftigen Modell trotzdem.

Was bleibt festzuhalten? Fotografiert man im Freien bei gutem Wetter und ruhiger Hand (immer mit beiden Händen die Kamera umfassen!), belohnt einen das Sony-Gerät mit sehr scharfen Aufnahmen samt guter Farbtreue. Sind diese optimalen Bedingungen jedoch nicht erfüllt, kann “unsere Kleine” anfangen zu zicken: Szenen mit hohen Kontrasten (Sonne und Schatten) stellen eine hohe Herausforderung dar, die oft in Bildrauschen und zu hellen/dunklen Flächen resultieren. Glücklicherweise kann man noch viele Einstellungen manuell verändern, zum Beispiel die Filmempfindlichkeit, so dass mit einigem Austesten auch schwierige Aufnahmen noch ein wenig verbessert werden können.

 

°°°° Zusammenfassung PRO °°°°

-gute und einfache Handhabung - ausgenommen für Personen mit großen Händen
-gelungenes Design und Verarbeitung
-beeindruckende Dimensionierung der Kamera (super-dünn)
-2,5 Zoll großes Display mit hoher Bilqualität und Kontrast, auch bei Sonneneinstrahlung optimal
-bei korrekten Einstellungen gute Bilqualität (scharfe Bilder, wirklichkeitsnahe Farben)
-überdurchschnittlich hohe Batterieleistung in dieser Produktkategorie (über 150 Bilder pro Ladevorgang)
-nach Start sehr schnell einsatzbereit
-leichtes Gewicht
-sehr zufriedenstellender Sony-Service (Garantie)
°°°° Zusammenfassung CONTRA °°°°

-oft werden die Aufnahmen verwackelt. Gründe: Größe der Kamera und etwas lichtschwaches Objektiv
-die Kamera hat Probleme bei Motiven mit großen Kontrasten - die Folge ist ein stärkeres Bildrauschen, zu helle Flecken und zu dunkle Schatten
-schwacher Blitz, der max. nur 3-4 Meter weit reicht
-die Batterieleistung ist trotz der Steigerung im Vergleich zu den Vorgängern und der Konkurrenz immer noch zu schwach
-kein optischer Sucher
-hoher Preis von derzeit etwa 400€, bei Kauf 499€
-umständlicher Ladevorgang der Batterie