Panasonic Lumix DMC-FX9EG-S

Die Lumix DMC-FX9 ist, wie am Namen unschwer erkennbar das neueste Produkt aus der designstarken Digicam-Serie LUMIX von Panasonic.
Vom Vorgängermodell FX8 unterscheidet sie sich v. a. durch die höhere Pixelzahl und eine größere Auswahl and Szenenmodi.

Technische Daten:
————————
effektive 6 Megapixel
Objektiv: Leica DC Vario Elmarit (7 Elemente/6 Gruppen)
Lichtstärke: F2.8 (W) - F5,0 (T)
Bildstabilisator: OIS: optischer Bildstabilisator [2 Modi]
Zoom: 3x optisch / 4x digital (Verlängerter optischer Zoom: max. 4,1x bei 3 MP (4:3)
Brennweite: f = 5,8-17,4mm (KB: 35-105mm)
Focus: Auto / Makro
Focusbereich: Normal: 50cm - ~, Makro: 5(W)/30(T)cm - ~
Lichtempfindlichkeit (ISO): Auto/80/100/200/400
CCD - Sensor / Pixel total: 1/2,5 Zoll, 6,37 Mio Pixel,
Primärfarbenfilter
Gegenlichtkompensation: Im Einfach-Modus
Blende: 2 Stufen (WW: F2.8/F5.6; Tele: F5.0/F10)
Belichtungsmessung: Intelligente Mehrfeldmessung
Belichtungszeit: 8 - 1 / 2000 Sek.
Belichtungsprogramme: Programm AE, Einfach- und Makro-Modus, 14 Motivprogramme
Belichtungskorrektur: 1/3 EV Schritte, -2 bis +2 EV
Belichtungsreihe: +/- 1/3 EV bis 1EV Schritte, 3
Bilder
Weißabgleich: Auto / Tageslicht / Wolken / Halogen / manuell
Selbstauslöser: 10 Sek. / 2 Sek.
Bildformat: JPEG, DPOF kompatibel
Auflösung Foto 4:3 (Pixel):max. 2816 x 2112 [5 Abstufungen]
Auflösung Foto 16:9 (Pixel):2816 x 1584, 1920 x 1080 [HDTV]
Auflösung Foto 3:2 (Pixel):2816 x 1880, 2048 x 1360
Komprimierung: Fine / Standard
Automatische Fotokontrolle: 1 Sek. /3 Sek. / Zoom
Vergrößerungskontrolle: 1x / 4x / 8x
Auflösung Video 4:3 (Pixel): 640 x 480, 320 x 240 [30 B/s / 10B/s]
Serienbilder: max. 3 Bilder/Sek., max. 8 Bilder [Standard]
Unlimited - Serienbilder: bis zur max. Speichergröße
Farbeffekte: Kalt, Warm, S&W, Sepia
Eingebauter Blitz: Automatisch, Einstellungen [u.a. Rote Augen]
LCD - Monitor: 2,5 Zoll TFT [207 TPixel] / Bildfeld 100% / Power-Fkt.
Stromversorgung: Li-Ion Akku (3,7V, 1150mAh), AC Adapter [opt.]
Ausgepackt, und dann?
——————————–
Na klar, den Akku aufladen.
Das tut man mit dem mitgelieferten Batterieladegerät. In ca. 90 Minuten ist der Akku vollständig geladen (soll für 270 Bilder reichen) und man kann loslegen. In der Zwischenzeit empfiehlt es sich einen Blick ins Handbuch zu werfen. Ausdrücklich weist der Hersteller darauf hin man solle das komplette Handbuch gelesen haben ehe man die Kamera in die Hand nimmt. Eine Kurzanleitung, wie bei vielen Elektrogeräten gibt es nicht.
Aber die Handhabung erweist sich nicht als schwer. Wer schon mal eine Digitalkamera in der Hand hatte, weiß auch ohne Blick ins Handbuch wie sie funktioniert. Zumindest in der Automatikeinstellung.

Gewicht/ Design/ Verarbeitung:
—————————————–
Mit 155 g inklusive Akku und SD Card liegt sie leicht in der Hand. Für meine Begriffe fast schon zu leicht. Habe immer Angst, dass ihr was geschehen könnte, obwohl die Verarbeitung sehr solide scheint. Keine Klappergeräusche, alle Verschlüsse sind nach meinen Vorstellungen ordentlich designt und gebaut. Mir liegt die Kamera in schwarz vor. Panasonic spricht von schwarz matt und meint damit ein schwarz auf dem man eben nicht wie auf Klavierlack jeden Fingerabdruck sieht. Eher schon ist die Kamera auf Vorder- und Rückseite mit schwarzem Kunststoff überzogen. Außer in schwarz gibt es die Kamera auch noch in silberfarben. In himbeerrot soll es sie auch geben. Diese Farbe scheint aber in Deutschland noch nicht erhältlich.
Mit 9,4 x 5,0 x 2,4 cm Größe, gehört sie nach wie vor zu den mittelgroßen Modellen auf dem Markt. Ihr schlichtes Design ist aber meiner Meinung nach eines der schönsten. (Schaut Euch dazu die Fotos an.)
Das Display ist mit 6,35cm [2,5 Zoll] groß ausgefallen. Beim Fotografieren merkt man wie komfortabel das ist. Es zeigt die Fotos deutlich an. Panasonic spricht von 207.000 Pixeln.
Und nun zum Fotografieren:
————————————-

Bedienung:
—————
Die Kamera ist einfach zu bedienen. Au der Rückseite befindet sich das 2,5 Zoll Display und rechts daneben die Bedienführung mit Menüpunkt in der Mitte und 4 kreisförmig um den Menüpunkt angeordneten Pfeiltasten. Darunter gibt es zwei weitere Tasten. Eine für den Papierkorb, die andere eine so genannte Displaytaste lässt auf Knopfdruck alle Angaben aus dem Display verschwinden und gibt den Blick rein auf das potentielle Bild frei. Einen Sucher gibt es nicht. Ich glaube aber nicht, dass man diesen vermissen könnte. Im Verhältnis zu allen anderen Digitalkameras, die ich je ausprobiert habe, gibt das Display selbst im Dunkeln ein ziemlich deutliches Bild wieder.

An der Oberseite befindet sich ein Ziehschalter zum Ein- und Ausschalten. (Praktisch, denn so kann es wirklich nur unter mysteriösen Umständen dazu kommen, dass sich die Kamera “von selbst” in der Tasche einschaltet und der Akku im entscheidenden Moment leer ist.) Daneben befindet sich der Zoomhebel mit integrierter Auslösetaste. Beides bequem mit dem Zeigefinger zu bedienen, wie es sich gehört. Außerdem befindet sich die Taste für den optischen Bildstabilisator hier, so dass der leicht zugeschaltet werden kann.

Die oben beschriebenen Pfeiltasten um die Menütaste herum, dienen einerseits der Navigation durch das Menü, sind aber andererseits je nach Modus auch als Shortcuts zum Selbstauslöser, zum Review [letztes Foto anschauen], zum Blitzlichteinstellen und zum Belichtungsausgleich, Auto Bracket [hier werden bei jedem Drücken der Auslösetaste in Übereinstimmung mit dem Bereich für den Belichtungsausgleich automatisch jeweils 3 Bilder aufgenommen. Die gewünschte Belichtung kann dann unter 3 Bildarten gewählt werden], Weißabgleich und Gegenlichteinstellung zu nutzen. Ich finde, die Bedienung dieser Shortcuts braucht etwas Übung. Nachdem ich die Kamera nur geliehen habe, werde ich mir nicht die Zeit nehmen lange zu üben, und lasse mich zum Einstellen lieber mit Digitalanzeige durch das Menü navigieren.

Zum Fotografieren kann man unter (unvergleichlich) vielen verschiedenen Modi wählen:
a.) Im Normalbildmodus, richtet de Kamera Verschlusszeit und Öffnungswert automatisch in Abhängigkeit von der Helligkeit des Objektes ein.
b.) Im Einfachmodus wird der Fotograf nur durch die grundlegendsten Funktionen abgelenkt. Nahezu alles stellt sich alleine ein.
c.) Bei Auto-Bracket werden bei jedem Drücken der Auslösetaste in Übereinstimmung mit dem Bereich für den Belichtungsausgleich automatisch jeweils 3 Bilder aufgenommen. Die gewünschte Belichtung kann dann unter 3 Bildarten gewählt werden.
d.) Im Burst-Modus können beliebig viele Serienbilder aufgenommen werden. Wenn der Burst-Modus auf unendlich gestellt wird, können so viele Bilder aufgenommen werden, wie die Speicherkarte fasst. Die Geschwindigkeit verringert sich dann aber. Daneben gibt es zwei weitere Wahlmöglichkeiten: hohe und mittlere Geschwindigkeit. Je nach gewählter Bildqualität können jeweils 6 oder 8 Bilder in Folge aufgenommen werden.
e.) Der Makro-Modus erlaubt die Aufnahme eines Objekts ab einer Entfernung von 5cm.
f.) Im Laufbild-Modus kann man einen Film mit Ton aufnehmen.
g.) Der Szenen Modus bietet folgende Wahlmöglichkeiten:
Porträt, Sport, Speisen, Landschaft, Nachporträt, Nachtlandschaft, Baby, Schöne Haut, Kerzenlicht, Party, Feuerwerk, Schnee, Sternenhimmel, Selbstporträt.

Akku/ Stromsparen:
————————–
Wie gesagt, handelt es sich um einen leistungsstarken Li-Ion Akku. Voll aufgeladen, soll er 270 Bilder machen. Ich habe das nicht getestet, allerdings kann ich bestätigen, dass der Akku eine hohe Laufzeit hat. Nachdem ich bereits eine ca. 40 Minuten lange Filmaufnahme mit der Kamera gemacht habe und im nächsten Arbeitsgang die Daten auf den Computer übertragen habe (was ganz schön lange gedauert hat).
Es gibt verschieden Stromsparmodi, bei denen sich die Kamera nach 1, 2, 5 oder 10 Minuten Nichtgebrauch automatisch ausschaltet oder sich der LCD Monitor ausschaltet.
Meine Erfahrungen:
————————–
Ich habe fast alles durchprobiert. Die Bedienung ist wie gesagt nicht schwer, wenn man schon mal mit einer Digitalkamera fotografiert hat. Als intuitiv würde ich sie aber auch nicht bezeichnen. Wenn man die Kamera mit all ihren Möglichkeiten nutzen möchte, muss man schon Übungszeit mitbringen. Obwohl die Anleitung leicht verständlich scheint, ist mir einiges nicht auf Anhieb gelungen, anderes noch überhaupt nicht.
Selbst nach intensivem Ausprobieren gelingen mir die besten Fotos nach wie vor im Einfach oder Szenen- Modus wenn sich quasi alles von selbst einstellt. Einige Einstellungen sind mit verschieden Modi nicht kompatibel. Die Bedienungsanleitung weist darauf häufig nur ungenügend hin. Und so musste ich ganz schön ausprobieren, bis ich verstand, dass im Burst- Modus (= Serienbildfunktion) nicht nur der Bildstabilisator sondern auch der Blitz manuell ausgeschaltet werden muss, ehe es losgehen kann.
Im Makro- Modus empfiehlt Panasonic ein Stativ oder den Selbstauslöser zu verwenden. Tatsächlich braucht man sonst eine ruhige Hand.
Der Szenen- Modus mit seinen schier unendlichen Wahlmöglichkeiten ermöglicht tatsächlich ein schnelles Einstellen. Bei der Wahlmöglichkeit Baby kann man den Geburtstag des Babys einstellen [sofern es nicht vor 2000 geboren ist - wäre ja sonst auch kein Baby mehr] und hat dann sogar das Alter auf dem Bild. Ist zwar ganz nett, aber doch eher Schnickschnack. Ich konnte auch nicht feststellen, dass meine Haut im “Schöne- Haut- Modus” wirklich schöner geworden ist… eher gelbstichiger.
Sinnvoller finde ich den Feuerwerkmodus, der Bewegung mit hoher Verschlusszeit aufnimmt. Auch die automatischen Porträt- und Nachteinstellungen ermöglichen es schnell die richte Einstellung zur Hand zu haben.
Der Laufbildmodus funktioniert wirklich super. Ich habe bereits einen ca. 35 Minuten Film (mit 2GB-Speicherkarte) gedreht. Sowohl Ton als auch Farben würde ich als sehr gut bezeichnen. Und das obwohl der Film ohne Lampe nachts auf der Straße aufgenommen wurde.
Zu Auto-Bracket kann ich noch nichts sagen. Die Funktion scheint mir sinnvoll, hat sich mir in ihrer Handhabung aber noch nicht voll erschlossen.

Meine Testkamera ist mit einer 2GB Speicherkarte ausgestattet. Kam mir gigantisch vor, ist aber, wie sich herausstellte gar nicht so gigantisch. Nach ca. 35 Minuten Film und 20 Fotos in höchster Qualität war die Karte schon voll. Das Übertragen auf den Computer dauert lang. Bei 2 GB muss man eine gute halbe Stunde Geduld mitbringen. Über einen Kartenleser geht es schneller. Dafür muss man aber noch mal Geld investieren. (Und die Lesegeschwindigkeit hängt natürlich auf von der Karte ab.)