HP Photosmart R507 ( Hewlett-Packard )
Eine Digicam von Hewlett-Packard? Zweifelnd stand ich im Media Markt im Regal und las mir die Spezifikationen der Camera durch. Direkt daneben stand eine Digicam von Canon mit fast den gleichen Spezifikationen (lediglich die Auflösung war geringer), jedoch für 100 Euro mehr. Man sollte meinen, dass die alteingesessenen Marken dieser Sparte (Canon, Minolta, Fuji etc.) auch die besseren Produkte zu einem günstigeren Preis herstellen, aber scheinbar kostet der Markenname auch nicht gerade wenig. Auf jeden Fall wagte ich den Kauf der HP Photosmart R507 im Media Markt für 149 Euro und kaufte gleich noch eine SD Speicherkarte dazu (128 MB für 15 Euro).
Ich suche im Prinzip schon seit Jahren nach einer für mich geeigneten Digicam und habe schon einige Produkte namhafter Hersteller ausprobiert, die meistens preislich bei deutlich über 300 Euro lagen. Doch keine davon realisierte meine Ansprüche an eine gute Kamera in Verbindung mit einem guten Preis Leistungs Verhältnis.
Bei HP habe ich selbstverständlich ebenfalls gezweifelt, denn wenn ich HP Höre denke ich an Drucker, Scanner und Co. In diesem Fall ging ich also mit einer Digicam von HP nach Hause um sogleich mit meinem Test zu beginnen.
Infos zur Kamera
Auf die Technischen Daten möchte ich hier nicht besonders eingehen, da diese auf der Hersteller Seite und diversen anderen Seiten im Internet übersichtlicher und vollständiger aufgelistet sind, als ich das hier tun könnte. Auch hier bei Ciao gibt es eine Übersicht über die Daten der Kamera.
Ich möchte nur kurz auf den Lieferumfang eingehen (Auch die Beschreibung der Verpackung möchte ich mir in ausführlicher Form sparen
Aber erwähnt sei, dass die Kamera stoß- und bruchsicher in der Kiste verpackt ist).
Lieferumfang
Das Einzige, was meines Erachtens fehlte war eine Speicherkarte. Die Kamera ist zwar mit einem internen Speicher von 32 MB ausgestattet, da aber ca. 12 MB von der Kamera Software benötigt werden bleiben nur ca. 20 MB Speicher für die Bilder, was eindeutig zu wenig ist. Dennoch kann ich es nachvollziehen, dass man in solch einem Fall als Hersteller auf eine Speicherkarte im Lieferumfang verzichtet. Ansonsten waren im Lieferumfang enthalten: USB Kabel, Netzadapter (zum aufladen des Lithium-Ionen Akkus), Software, Treiber, Handbuch, Kabel zum Anschluss an einen Drucker (um Fotos direkt auszudrucken) und natürlich die Kamera inkl. Akku.
Kamera Beschreibung
Die Kamera verfügt über ein rel. kleines Display von 1,5 Zoll. Dieses Display ist jedoch für mich optimal, da ein kleines Display auch weniger Stromverbrauch bedeutet und ich kein größeres Display benötige. Also in meinen Augen ein pos. Punkt. Weiter Pos. ist die rel. hohe Auflösung von 4 M Pixel. Mir ist durchaus bewusst, dass es Kameras mit 5 und mehr M Pixel gibt, jedoch reichen 4 M Pixel für meine Zwecke völlig aus. Eine hohe Auflösung braucht man sowieso nur dann, wenn man Qualitativ hochwertige Ausdrucke fertigen will. Ich meinerseits drucke die wenigsten Bilder aus. Ich habe einige Fotos für Auktionen und andere Dinge im Internet gemacht und musste dafür die Bilder noch verkleinern, da sie sonst in der Ansicht den Rahmen gesprengt hätten, deswegen sehe ich 4 M Pixel als völlig ausreichend an. Also ein weiterer Pos. Punkt.
Besonders pos. bemerken möchte ich den Akku. Bei den meisten Digital Kameras ist die Akku Laufzeit das größte Problem - Zumindest nach meinen Erfahrungen. Einige Hersteller statten Ihre Kameras auch nicht mit einem Akku sondern mit einem Batteriefach aus, was ich absolut nicht begrüße. Ein Akku hat meistens eine längere Laufzeit als Batterien und ist auch leichter zum aufladen und vor allem verbraucht er auch weniger Platz, wodurch die Kamera recht klein und Handlich wird. Genau wie das auch bei der HP R507 der Fall ist.
Den Akku kann man mit dem mitgelieferten Netzadapter direkt in der Kamera aufladen. Bei Zukauf einer Dockingstation wird der Akku sogar im Schnellladeverfahren (ca. 1h) aufgeladen, wohingegen die Ladezeit in der Kamera leider zw. 4 und 7 Stunden beträgt.
Funktionen
Die Kamera bietet natürlich Selbstauslöser und diverse Funktionen wie: Panorama, Portrait, Landschaft, Nacht, etc. Diese Modi sind sehr hilfreich, da eine manuelle Einstellung (außer Modi Wechsel) leider nicht möglich ist.
Man sollte, wenn man abends fotografiert und draußen ist auf jeden Fall den Sonnenuntergangs Modus wählen, da die Farben dann viel wirklichkeitsgetreuer dargestellt werden. Es empfiehlt sich auch generell den Modus zu nehmen, der auch am meisten die Wirklichkeit wiedergibt. Die Modi sind meines Erachtens sehr gut konfiguriert.
Der Selbstauslöser bietet auch die Funktion gleich 2 Bilder auf einmal (kurz hintereinander) zu schießen. Und natürlich gibt es eine Video Funktion. Die Auflösung der Videos ist auch durchaus akzeptabel, aber natürlich nicht mit der eines Camcorders vergleichbar, schließlich wurde sie zum fotografieren und nicht zum filmen gebaut.
Tipps zum Akku
Der Akku hält knappe 200 Fotografien durch (inkl. Hin und wieder Blitz Gebrauch / Video / Betrachten / Zoomen etc.) Auf eine 128 MB Karte passen bei einer Auflösung von 4 M Pixel und der zweithöchsten Qualität etwa 120 Bilder. D.h. man kann nahezu 2 Karten /256 MB durchknipsen. (Ich habe 2 Fotosessions gemacht und die Werte gemittelt.)
Man sollte jedoch versuchen sparsam mit dem Akku umzugehen. D.h. Die Kamera nicht andauernd aus- und wieder einschalten, da das Einfahren und Ausfahren des Objektivs am meisten Strom verbraucht. Entsprechend hoch ist auch der Stromverbrauch beim Zoomen. Es empfiehlt sich also wenn man nur wenige Minuten (<5) mit dem Fotografieren pausiert die Kamera eingeschaltet zu lassen und nur den LCD Monitor auszuschalten, anstatt die Kamera auszuschalten und nachher wieder einzuschalten. Nur wenn man denkt bzw. weiß, dass man innerhalb der nächsten 5 Minuten nicht fotografieren wird sollte man die Kamera ganz ausmachen.
Benutzerführung
Die Benutzerführung der Kamera Software ist prinzipiell selbsterklärend, aber das Handbuch gibt einem bei Fragen durchaus Antworten. Jedoch habe ich es nicht für das fotografieren gelesen, da ich aber darüber schreiben will habe ich es durchgeblättert.
Übertragen der Bilder auf den PC
Für Windows 98 & CO braucht man die Treiber CD und etwa 600 MB Speicherplatz. Man kann den Treiber auch aus dem Netz herunterladen, dort ist die Datei jedoch leider auch nicht kleiner. Dies finde ich ziemlich Mangelhaft für Leute, die wirklich nur den Treiber wollen und die Software dazu nicht benötigen. Da ich Windows XP benutze habe ich die CD nicht einmal eingelegt. Ich verfüge über ausreichende Grafik Programme und Die Standard Treiber von Windows XP funktionieren einwandfrei. Für mich hieß das: USB Kabel einstöpseln und Bilder übertragen -> Kinderleicht.
Software
Auf der HP CD soll jedoch (laut Beschreibung) eine umfangreiche Software zu finden sein, mit der man die Bilder sortieren und bearbeiten kann. Man sollte an dieser Stelle vll. erwähnen, dass ich einen Drucker / Scanner von HP habe und dort die gleiche Software dabei war. Diese hatte ich inkl. Der Druckertreiber installiert (1GB). Jedoch finde ich die Software überladen und man sollte einen Rechner mit mind. 1 GHz und 384 MB RAM besitzen um sie zu verwenden. Für meine Zwecke ist die Software nicht besonders geeignet.
Direktes drucken von der Kamera
Da ich über einen Drucker von HP verfüge bedeutet auch das direkte Ausdrucken von der Kamera kein Problem. PC auslassen und Kamera an den Drucker anschließen )mit dem mitgelieferten Kabel), dann das Bild auswählen und an Drucker schicken. Das war’s
Sehr einfach *g* Evtl. wird das mit anderen Druckern nicht ganz so einfach funktionieren, aber darüber kann ich euch leider nichts berichten.
Das Fotografieren
Dieses funktioniert wie bei jeder Digitalkamera: Kamera einschalten Motiv ins Bild bringen, dann den Auslöser leicht betätigen (zum scharf stellen der Kamera) und schließlich durchdrücken. Fertig ist das Foto. Das geschossene Bild wird beim Speichern dann im LCD Monitor angezeigt (kann man auch ausschalten) und man muss nicht noch extra in den Betrachtungsmodus gehen um zu sehen ob das Bild schön ist oder nicht.
Speicherzeit
Die Speicherzeit auf die Karte finde ich rel. lange, obwohl die Kamera SD Speicherkarten bevorzugt (MM Karten wären auch möglich, aber SD sind schneller von der Zugriffszeit). Andererseits hat man so die Möglichkeit das Bild kurz zu betrachten. Die lange Speicherzeit schreibe ich aber nicht der Kamera als Negativ Punkt zu sondern der Speicherkarte. Mittlerweile gibt es auf dem Markt deutlich schnellere SD Karten, die jedoch auch um einiges teurer sind und sich für meine Fotografier- Zwecke solch eine Anschaffung nicht lohnt auch da es zweifelhaft ist ob die Kamera diese Karten Schnelligkeit unterstützt oder ausbremst.
Fotografieren bei versch. Licht
Bei Helligkeit sind die Bilder immer scharf. Selbst wenn man leicht wackelt bekommt die Kamera scharfe Bilder hin. Ist das Licht schlechter oder ist es schon dämmrig, dann muss man aufpassen das man nicht verwackelt, da die Kamera in solch einem Fall eine extrem hohe Belichtungszeit hat. Es empfiehlt sich ebenfalls nicht, in diesem Fall den Blitz anzumachen, da dann die Umgebung bzw. der Hintergrund im Dunkel verschwindet. Besser ist es den Modus auf Nacht oder Sonnenuntergang zu stellen und so eine deutlich verbesserte Bildqualität zu bekommen.
