Canon DM-XM2

Die Kamera macht äußerlich einen robusten Eindruck, wobei sie nicht klotzig wirkt. Sie liegt gut in der Hand und wiegt dabei naturgemäß etwas mehr als die (Hobby-)Kameras im Miniformat. Doch das finde ich gut. Mir ist die Canon DM-XM2 nicht zu schwer …

Die ersten Aufnahmeversuche verliefen sofort mit deutlich besseren Ergebnissen als bei meiner 1Chip DV-Kamera (bei eher dusteren Lichtbedingungen). Dieser Vergleich ist freilich unfair, gehört doch die Canon XM2 zu den 3CCD’ern …
Um so erfreulicher, wenn sofort der (entscheidende) Unterschied sich in der Aufnahmequalität bemerkbar macht. Nach einer Woche Probeaufnahmen bin ich wirklich sehr zufrieden mit den Ergebnissen - das bekomme ich mit einer alten Kamera einfach nicht hin!

Doch die Kamera kann noch viel mehr!
Es macht richtig Spaß, zu jedem Wunschfeature eine Antwort von Canon zu bekommen. Jede Lichtsituation, die ich bisher als schwierig kennengelernt habe (z.B. grell überstrahlter Mittelmeerstrand oder Theaterlicht) kann mit der Kamera ordentlich gehandelt werden. Das dürfte Neueinsteigern schwer fallen - die wissen oft gar nicht worum es geht. Wer aber schon Videoerfahrung hat, wird das gut gemachte Handbuch schätzen lernen und auf (fast?) jede Frage eine Antwort bekomen.
Wer sich mit der Theorie nicht abmühen will, hat auch die Möglichkeit im Modus “Easy” der Kamera alles zu überlassen - hier wird wohl die eigentliche Zielgruppe der Kamera bedient: der qualitätsbewusste Hobbyfilmer. Doch schon im Handbuch steht, dass man die Technik nur im bewussten Umgang, d.h. mit Handeinstellung optimal ausreizen kann. Dann kann sie aber auch Bilder liefern, die sendequalität erreichen - so sehe ich das jedenfalls.

Bermerkennswert finde ich auch den optischen Verwacklungsschutz. Er funktioniert nicht übertrieben, so dass Schwenks mit ruckeln anfangen - sondern er funktioniert so, wie ich mir das schon immer gewünscht hatte!

Das Objektiv ist auch im Nahbereich über meine Erwartung einsatzfähig. Es ist auch nicht so telelastig wie bei meiner alten Kamera - obwohl ich schon überlege, mir noch den Weitwinkelvorsatz anzuschaffen (ich bin ein Weitwinkel-Fan).

Der Firewire-Kontakt mit meinem Schnitt-PC verlief problemlos - und endlich habe ich auch eine Kamera mit DV-IN …
Der USB-Kontakt mit meinem PC verlief nicht problemlos. Auf der Verpackung der Treiber-CD steht zwar ein Hinweis, wo man nachlesen soll - aber daraus werde ich nicht schlau, und ich hab auch keine Lust, mich da weiter mit zu befassen: ich nehme einfach den Memory-Chip (für Fotos) heraus und stecke ihn direkt in das Lesemodul vom Rechner … (Auf die Software von Canon in Sachen Panoramazusammenbau und Bildverwaltung kann ich auch verzichten. Das macht alles einen ziemlich laienhaften Eindruck auf mich.)
Übrigens: Die Qualität der Fotos ist nicht sehr berauschend. Doch wollte ich auch keine eierlegende Wollmilchsau, sondern nur eine sehr gute Videokamera. Die Bilder mache ich weiterhin mit meiner “alten” Kodak DC 4800 - die ist um Längen besser!